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Kein Mangel an Power-Frauen

Frauenförderung ist keine humanitäre Maßnahme.

Sie liegt vielmehr im Interesse der Unternehmen. Das ist das übereinstimmende Ergebnis mehrerer Studien. Allein McKinsey hat drei Mal (2015, 2018 und 2020) die Gender-Frage untersucht. Der Datensatz aus mehr als 1000 Unternehmen in 15 Ländern belegt eindeutig, dass gemischte Teams erfolgreicher sind als die männlich dominierten. Diese Erkenntnis sollte sich nun auch in Deutschland herumsprechen. Denn wir hinken im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hinterher. Nach der Albright-Studie vom vergangenen September liegt der Anteil der Frauen in den 30 DAX-Vorständen bei nur 12,8 Prozent. Die Zahl der DAX-Unternehmen ohne Frau im Vorstand hat sich seit September 2019 sogar von 6 auf 11 verschlechtert.

Gibt es vielleicht zu wenige geeignete Frauen? Ein Irrtum, der durch eine andere Studie klar beweisbar ist: Boston Consulting stellte in einer im vierten Jahr durchgeführten Untersuchung fest, dass die weibliche Talent-Pipeline gut gefüllt ist. An Power-Frauen auf den Hierarchie-Stufen unterhalb des Vorstands herrscht kein Mangel. Nur an Männern, die sie befördern.

02.03.2021